8. Die Munderschen Gemeinschaften
Die Gemeinschaften waren im Vereinsregister ab dem 17.06.1899 unter
dem Namen „Württembergische Landeskirchliche Gemeinschaft“ geführt.87
Die Entstehung der Gemeinschaften ging auf den Einsatz der Brüder
Gottlob (1869-1925) und Hermann Munder (1876-1946) zurück.
Die beiden Brüder waren 1907 bei einer Zeltevangelisation der Deutschen
Zeltmission zum Glauben gekommen. Jakob Vetter, der Gründer der DZM,
deren Gründung im Garten des Schlosses Hauptwil in der Schweiz beschlossen
wurde 88 , predigte damals in Bad Cannstadt
auf dem Wasen. Gottlob Munder, der durch ein Zeugnis eines Konfirmanden
fragend geworden war, wurde durch Vetters Predigten so sehr angesprochen,
daß er sich nicht nur bekehrte, sondern auch gleich mitarbeitete.
Mit Eifer lud er ein. Zu den Eingeladenen gehörte auch sein Bruder.
Der ging zwar widerwillig mit, wurde aber wie sein Bruder durch die Worte
getroffen, so daß er zum Glauben fand und sich fortan mit Eifer für
das Reich Gottes einsetzte.89
Die beiden waren zwar selbst erst ein paar Tage gläubig, machten
es sich aber dennoch zur Aufgabe, die Neubekehrten weiterzuführen,
nachdem die DZM weitergezogen war. So traf man sich im Haus Munder, um
das Wort Gottes zu studieren.90
Im Lauf der Zeit etablierte sich diese Versammlung und etliche fanden
zum Glauben. Einige der Brüder wurden von den Brüdern Munder
zum Dienst eingesetzt und hielten Versammlungen und Evangelisationen in
etlichen Ortschaften im Remstal ab. Aus diesem Dienst entstanden dann weitere
„Mundersche Gemeinschaften“.91
(87) Wagner, ...und folget ihrem Glauben nach, S. 25.
(88) Roth, Alfred. Otto Stockmayer.
(89) Wagner, ...und folget ihrem Glauben nach, S. 16-19.
(90) Wagner, ...und folget ihrem Glauben nach, S. 20.
(91) Wagner, ...und folget ihrem Glauben nach, S. 24.
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